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2009er Ford F-150 Lariat

The Answer
„Und wofür brauchst Du so ein Auto?“ – diese Frage bekommen (nicht nur) Pick-Up-Fahrer regelmäßig gestellt. Die Antwort gibt entweder der Firmenname auf den Türen oder das freudige Grinsen nach jeder Tour. Und genau da liegt die Crux: Handwerker benötigen ein robustes, zuverlässiges Auto, für die Fans ist der Pick Up ein Stück Lifestyle. Der F-150 will beides sein. Deswegen bietet Ford insgesamt 35 verschiedene Varianten an. Regular, Super- oder SuperCrew-Cab, fünf verschiedene Radstände, drei Pritschen, reiner Heck- oder zuschaltbarer Allradantrieb. Dazu gibt`s zwei 4,6-Liter-Motoren und einen 5,4er, allesamt natürlich V8-Triebwerke. Und da in Deutschland vermutlich der Kult-Charakter im Vordergrund steht, hat Büsching Tuning uns das „Top-of-the-Line“-Modell, den „Lariat“, vor die Redaktion gestellt. Fast sechs Meter Länge, mit jeweils 2 Metern so breit wie hoch, unter der Haube der 320-PS-Triton-Achtzylinder. Was für ein Auto! Mit dem jüngsten Facelift hat Ford seinem Bestseller einen riesigen Chromkühlergrill verpasst - eine klare Ansage in Richtung Dodge Ram. Scheinwerfer und Rückleuchten sind schärfer gezeichnet, verleihen dem F-150 somit ein markanteres (und eigenständiges) Äußeres. Der Blick unter die große Pritsche wird zum Blick ins Sparschwein: zwei 75-Liter-Gastanks machen die Fahrten auf und neben der Straße bezahlbar. Wenn der Triton sich im Benzinbetrieb durch-aus mal 20 Liter genehmigt, rentiert sich der günstigere Treibstoff schnell – und die 4.000 Euro teure Umrüstung auch. Allerdings scheinen 320 PS und 5,4 Liter zunächst mehr zu versprechen, als der Truck halten kann. Er ist kein Sportwagen (sonst hieße er auch „Lightning“), der F-150 ist und bleibt unverkennbar ein Nutzfahrzeug. Etwas gequält klingt der V8, wenn die sechsstufige Automatik das das Drehzahlband immer wieder bis zum Letzten ausreizt und unerwartet spät hochschaltet.Die Beschleunigung selber fühlt sich dabei eher zäh an. Ähnliches gilt umgekehrt für die Bremsen: Beim ersten Tritt auf das Pedal erschreckt man sich über den eher schwammigen Widerstand. Aber keine Sorge: Die Wirkung ist da, dafür sorgen vier wohldimensionierte, innenbelüftete Scheibenbremsen. Gerade bei voller Auslastung im Hängerbetrieb werden diese wohl ihre Stärken ausspielen. Apropos Auslastung: Da wir den Truck überwiegend unbeladen gefahren sind, erwies sich die Kombination aus nasser Straße und Heckantrieb durchaus als tückisch. Die 529 Nm ließen die Hinterräder beim ambitionierten Anfahren an der Ampel durchaus schon mal durchdrehen. Ist man einmal unterwegs, halten Advance Trac und Roll Stability Control den Truck in der Spur. Wer auf den Allradantrieb als Antriebshilfe setzt, kommt zwar zügig vom Fleck, wird aber spätestens beim nächsten Einparken die Verspannungen im Gebälk spüren. Denn der F-150 ist ein Off-Roader von altem Schrot und Korn. Per Drehschal-ter kann der Fahrer zwischen reinem Heckantrieb, „schnellem“ Allrad und 4x4-Untersetzung für echtes Gelände wählen. Hier sorgen eben nicht die kleinen Helferlein dafür, dass jedes Rad vom Fahrer völlig unbemerkt sein individuelles Drehmoment ver-passt bekommt wie in vielen modernen SUVs. Das macht Spass, lässt fast so was wie Cowboy-Feeling aufkommen: Hier bin ich der Herr über mein edles Ross! Okay, der Spaß endet, sobald der Rückwärtsgang eingelegt wird und die Heckkamera den bislang nicht bemerkten Kleinwagen hinter dem Ford aufs Display bringt… Also igeln wir uns verträumt ein, in unserem großzügigen Heim aus Holz-Look und Leder. Hier sieht´s absolut nicht nach Nutzfahrzeug aus. Über 30 Ablagefächer bieten sich für Getränke, Papiere, Sheriffsterne und sonstige Utensilien an. Auf der Rückbank haben prob-lemlos drei Erwachsene Platz, auch vorne kann man – nicht zuletzt dank des Automatik-wahlhebels an der Lenksäule – zu dritt Platz nehmen. Heruntergeklappt bietet sich die mitt-lere Rückenlehne als weitere, schubladengroße Armlehne an. Diverse Multimedia-Features wie das sprachgesteuerte Kommunikationssystem, das SIRIUS-Navi mit Verkehrsmeldun-gen, Wetterbericht und Tankstellen-Preisen oder das Sony-Surround-System verbinden zumindest den amerikanischen F-150-Fahrer mit der Außenwelt. Lässig nimmt er auf sei-nem Sitz platz, dirigiert den Truck zielsicher und unerwartet wendig durch die City oder über den Baumarkt-Parkplatz. Dank des kantigen Designs sind die Abmessungen relativ gut einzuschätzen. Kommen wir also abschließend doch noch mal zurück zur lästigen Preis-Diskussion: Ein schnöder Sprinter mit Doppelkabine und 184-PS-Diesel kostet ungefähr das Gleiche wie unser Testwagen. Noch Fragen? "

Quelle: Chrom&Flammen 06/09
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