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Dodge Ram 1500 Modell 2009

The Game Changer
"Vermutlich in Anlehnung an das von der Chrysler Corporation offiziell initiierte „Cab Forward“-Design der 90er Jahre (die A-Säulen sind im Fahrzeug-Gesamtdesign weit vorne platziert, so dass der Innenraum weitaus geräumiger wirkt und das Exterieur bereits im Stand eine große Dynamik aufweist; gutes Beispiel: die Fahrzeugstudie Dodge Intrepid ESX aus dem Präsentationsjahr 1996) setzt man bei der Außenansicht des brandneuen Ram-Modelljahres nun auf ein „Grille-Forward“-Design. Gemeint ist hiermit der im oberen Bereich leicht nach vorne gekippte Kühlergrill zusammen mit den prägnanter ausgearbeiteten Scheinwerfern, die dem neuen Dodge-Truck ein Mehr an Straßen- und Rückspiegelpräsenz mit auf den geben sollen; seine Entwickler sprechen hier emotional vom „Get-out-of-the-way-Design“. Aber nicht nur dank der neu ausgearbeiteten Linienführung beweist der Ram ein Höchstmass an Allgegenwärtigkeit, insbesondere auf deutschen Straßen. Es sind auch die Dimensionen der brandneu eingeführten und uns dank Importeur Büsching zu Testzwecken zur Verfügung gestellten Crew-Cab-Variante, die für interessierte, teils erstaunte Blicke von Passanten und anderen Verkehrsteilnehmern sorgen. Doch hinter den 5,81 Metern Länge, zwei Metern Breite und 1,92 Metern Höhe stecken natürlich eine Menge durchdachter Eigenschaften, die sich insbesondere im Interieur des 2009er Modelljahres zeigen: Hier kommt das typische US-Flair auf – unter anderem dank der durchgehenden Sitzbank vorne und dem scher maßlosen Platzangebot mit einem gigantischen Fußraum auch für die Fondpassagiere. Kopffreiheit? Beinfreiheit? Alles kein Problem! Die „Laramie“-Ausstattung ist sehr umfangreich und begeistert durch Annehmlichkeiten wie elektrisch verstellbares Gestühl mit Sitzheizung, eine Zweizonenklimaautomatik, elektrische Fensterheber (selbst die Heckscheibe lässt sich auf Knopfdruck öffnen und schließen) und beheizbare Außenspiegel, das Schiebedach, ein adäquates Soundsystem, Komfortblinker, Tempomat, eine Einparkhilfe hinten und, und, und…Ja, selbst eine Steckdose (allerdings im amerikanischen Format und somit nur per deutschem Adapter nutzbar) zum Laden von Laptop & Co. Ist mit an Bord. Im Winter freut sich der Ram-Pilot sogar über eine praktische Lenkradheizung, die das Handschuhtragen überflüssig macht. Übrigens ist all diese Wohnlichkeit in qualitativ ansprechende Materialien gehüllt, vom teilweisen Billigplastik-Flair der Vorgängergenerationen ist-zumindest in der „Laramie-Version – nahezu nichts mehr zu spüren. Ein ebenfalls äußerst begeisterndes Feature gerade zur Winterzeit ist die Fernstart-Automatik per Funkfernbedienung: Nach dem zweimaligen Drücken eines Knopfes erwacht der Dodge wie von Geisterhand zum Leben – der Motor startet, Lüftung und Heizung springen hochtemperiert an, wärmen den Innenraum, beseitigen Beschlag von den Glasflächen, und auch das Lenkrad wird mollig warm. Natürlich bleibt bei alledem der Pick Up für unbefugte Gäste verschlossen und muss auf normalem Wege per Funk oder Schlüssel entriegelt werden; vor der Abfahrt muss dann noch der Sensor ins Zündschloss – und los geht die Fahrt. Die Rundumsicht im Ram ist trotz seiner Ausmaße okay, sowohl das Ende der Ladefläche (hier hilft dennoch die elektronische Einparkhilfe) als auch das Motorhauben-Ende sind akzeptabel einschätzbar. Der Durchzug des 5,7 Liter fassenden Hemi-V8 mit seinen neuerdings 390 PS bei 5.600 U/min und den 552 Newtonmetern Drehmoment bei 4.000 U/min ist begeisternd, und dies nahezu im kompletten Geschwindigkeitsbereich zwischen null und 170 km/h. Letztere sind künstlich herbeigerufen, wobei die elektronische Abregelung leider äußerst unangenehm eingreift. Der Klang des Achtzylinders ist kernig, nicht zuletzt dank der serienmäßigen Doppelrohr-Auspuffanlage im Heck. Die Schaltwechsel der Fünfstufen-Automatik sind butterweich, und die Lenkung geht ausreichend direkt mit einem guten Gefühl für die Fahrbahnbeschaffenheit zu Werke. Auch die Bremsanlage mit ihren belüfteten Scheiben mit zwei Kolben und den Ein-Kolben-Scheiben hinten ist gut dosierbar und packt kraftvoll zu. Mit rund 18,5 Litern Bleifrei-Benzin gibt sich der Hemi- natürlich im Hinblick auf die rund 2,6 Tonnen Leergewicht- in Sachen Kraftstoffverbrauch einigermaßen vertretbar. Wer schlau ist, lässt sich wie im Falle unseres Testwagens dennoch gleich vor Auslieferung eine Autogas-Anlage installieren. Importeur Büsching veranschlagt das im Ram verbaute System mit seinen zwei insgesamt 150 Liter Gas fassenden Tanks mit 3.400 Euro. Diese Investition hat sich bei einem momentanen Gaspreis von knapp über 60 Euro-Cent pro Liter schnell wieder rentiert und bereitet zudem beim Tankstellenaufenthalt deutlich mehr Freude. Ein echtes Novum im 2009er Modelljahr des Ram ist die Überarbeitung der Fahrwerkskomponenten: Ab sofort steht der Truck zwar auf der gewohnten Einzelradaufhängung an oberen und unteren Dreieckslenkern mit Schraubenfedern und Gasdruckdämpfern vorne, im Heck allerdings verabschiedeten sich die Verantwortlichen von den Blattfedern. Statt dessen kommt eine Multilink-Starrachse mit Schraubenfedern zum Einsatz, die das Fahrverhalten nun bemerkenswert gut für einen Pick Up werden lässt. Von der einstmals vorhandenen „Schwammigkeit“ ist nahezu nichts mehr zu spuren, Kurvenfahrten und Bodenwellen werden zum angenehmen Erlebnis, die Gesamtkomposition gibt sich gut abgestimmt. Und all dies nicht etwa extrem zu Lasten von Zuladung oder Anhängelast, wie es sich vielleicht an dieser stelle vermuten ließe: Je nach Kabinenversion (Standard Cab, Quad Cab oder Crew Cab) passen bis zu 840 Kilogramm auf die wahlweise 1,71 m, 1,94 m oder 2,5 m lange Ladefläche; bis zu 4,1 Tonnen können gezogen werden. Mit den Geländeeigenschaften unseres Büsching-Test Ram haben wir uns übrigens nicht auseinandergesetzt. Zu schade wäre es gewesen, dem vollausgestatteten Allrad-Schönling vielleicht kleinere Schrammen zuzufügen. Für alle, die dennoch an den nackten Werksangaben interessiert sind: Böschungswinkel vorne 20,5 Grad, Böschungswinkel hinten 25,6 Grad, Rampenwinkel 18,7 Grad, Bodenfreiheit an der Vorderachse 228 mm und 217 mm hinten. Kommen wir zum beinahe interessantesten Aspekt unseres Dodge-Ram Fahrberichtes: Was kostet der Pick-Up-Spaß made in USA? Importeur Büsching veranschlagt für den von uns getesteten „2009er Dodge Ram 1500 Laramie 4x4 Crew Cab“ äußerst faire 41.000 Euro, zuzüglich Überführung und Einbau der Autogas-Anlage. Gesamtpreis dann: 45.530 Euro! Dafür gibt es die perfekte Mischung aus Familientauglichkeit, Luxus-Limousine und Lastesel. Was will man mehr? "

Quelle: Crome & Flammen März 2009
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