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Hummer H2 Cabrio

Die Offensive
"Schon in der Serienversion lässt der martialische Auftritt des H3 keinen Zweifel an seinem militärischen Ahnen, dem Humvee, aufkommen. Doch Importeur Büsching aus dem niedersächsischen Sulingen unweit von Diepholz trimmt den kleinen Hummer nun ganz auf Kommandeurswagen, schneidet ihm das Blechdach auf und setzt stattdessen ein elektrisches Stoffverdeck drauf. Wer die schwarze Tarnkappe öffnet, sollte zunächst den Luftraum über dem Auto sondieren. Denn bei der Aktion schnellt das Dach nahe der C-Säule etwa in seiner halben Länge senkrecht nach oben. Garagendecken und Äste sind die natürlichen Gegner dieses Mechanismus. Aber auch ohne Feindberührung zieht die spektakuläre Operation jede Menge Blicke auf sich. Allerdings scheint die Persenning nicht für einen längeren Feldzug gedacht zu sein. Wahrscheinlich dürften sich die senkrecht nach oben stehenden Stahlzapfen der Verriegelung schon nach kurzer Zeit durch das dünne Material gebohrt haben. Komplett geöffnet, gibt der H3 ein hervorragendes Paradefahrzeug ab - zumindest auf den prestigeträchtigen Boulevards größerer Städte. Und selbst da gibt es keinen Zweifel: Der Frischluft-Hummer ist der totale Hingucker; genauso wie Büschings offener Toyota FJ Cruiser, dessen Test Sie bereits im Juni-Heft lesen konnten. Im Unterschied zum Japaner kommt der Ami aber ohne Käfig aus. Lediglich ein Überrrollbügel sowie Verstärkungen an der Bodengruppe versteifen die Karosserie. So engt kein Rohrgestell den Fond ein, das Platzangebot bleibt im Vergleich zum geschlossenen Auto vorn wie hinten unverändert. Doch diese weniger aufwändige Lösung birgt auch Nachteile. Das H3 Cabrio zeigt beim Ritt über holprige Pfalstersteine und in extrem unebenem Gelände längst nicht eine solch große Festigkeit wie der Toyota. Dazu gesellen sich Klappergeräusche von der Beifahrertür. Noch lauter, aber harmlos, ist das Rappeln der Schäkel an den Stoßstangen. Sogar in der Cabrio-Variante ist der kleine Hummer ein durchtrainierter Kämpfer. Sein bevorzugtes Einsatzgebiet bleibt schwieriges Gelände. Mit Wonne marschiert er jeden noch so steilen Feldherrenhügel hinauf, watet mit stoischer Gelassenheit durch zähen Schlamm und verliert dank 250 Millimeter Verschränkung nur selten die Bodenhaftung. Sollen Ziele in sonst fast unpassierbarem Terrain in Angriff genommen werden, helfen sperrbares Hinterachsdifferential und Untersetzung fast immer weiter. Nur der alte, 220 PS starke Fünfzylinder scheint nicht so richtig fit für die große Schlacht zu sein. Er hinterläßt vor allem beim Asphaltsprint einen leicht angestrengten Eindruck. Besser wäre wohl hier der 244 PS starke 3.7-Benziner, den die für den offiziellen Europa-Export bestimmten H3-Modelle inzwischen serienmäßig an Bord haben. So bleibt das Hummer Cabrio deutlich hinter den Leistungswerten des FJ Cruiser zurück, distanziert aber den neuen Jeep Wrangler 3.8 - obwohl der einen V6 unter der Haube hat. 56.500,- Euro kostet das Vergnügen, mit einem offenen Hummer ins Manöver zu ziehen. Leder, Klima, Sitzheizung - alles inklusive. Ein Kampfpreis ist das nicht gerade. Dafür kann man mit dem H3 aber täglich zur Parade fahren. Fazit: Der Reiz liegt in der Einzigartigkeit und dem garantierten Spaßfaktor. Die Geländegängigkeit ist genauso hoch wie beim Serien-H3. Bei geöffnetem Verdeck schrumpft der Kofferraum auf ein Minimum. Daten: Hummer H3 Cabriolet Automatik Motor R5-Ottomotor vorn längs Hubraum 3464 cm³ Leistung 162 KW/220 PS bei Drehzahl 5600 U/min max. Drehmoment 305 Nm bei Drehzahl 2800 U/min Höchstgeschwindigkeit 158 km/h Antrieb permanenter Allradantrieb Getriebe Viergang-Automatikgetriebe, Geländeübersetzung Länge/Breite/Höhe 4740/1900/1895 mm Radstand 2842 mm Tankinhalt 87 Liter Kofferraum k. A. Anhängelast k. A. Messwerte: Beschleunigung 0-100 km/h 11,0 s Elastizität (Kickdown) 60 - 100 km/h 8,5 s 80 - 120 km/h 9,5 s Bremsweg unbeladen/beladen 48,2/49,7 m Serienbereifung 265/75 R 15 97 Testwagenbereifung 265/75 R 16 114 S Reifentyp Goodyear Wrangler RT/S Innengeräusch bei 100 km/h 72 dB(A) bei 130 km/h 78 d/B(A) Norm-/Testverbrauch 10,8/16,3 Liter N Achslast vorn/hinten 1106/1070 kg Testwagenleergewicht 2176 kg Zuladung 446 kg Wendekreis links/rechts 11,5/11,4 m Ausstattung: ABS Serie Airbags vorn Serie Differentialsperre Serie ESP abschaltbar Serie Fensterheber elektrisch Serie Klimaanlage Serie Lederausstattung Serie Leichtmetallräder 16 Zoll Serie Offroad-Stoßdämpfer Serie Sitzheizung vorn Serie Sitze vorn elektrisch verstellbar Serie Tempomat Serie Traktionskontrolle Serie Unterfahrschutz Serie Zentralverriegelung mit Fernbed. Serie Preis/Kosten: Listenpreis 56.500,- Euro Abgasnorm 98/69/EG III; B Ölwechselintervall 1 Jahr Inspektion 15.000 km oder 1 Jahr Garantie Technik 2 Jahre Garantie Lack 2 Jahre Garantie Durchrostung 2 Jahre Mobilität ------- Testergebnis: 64 Punkte (Maximal 100 Punkte möglich) -befriedigend- Importeur: Büsching Tuning GmbH Nienburger Str. 6 27232 Sulingen Telefon: 04271-9345-0 www.buesching.de"

Quelle: 4WheelFun Internet
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