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Hummer H3

"Mit deutlich kompakteren Ausmaßen und sparsamerem Fünfzylinder-Aggregat soll das bis dato kleinste Hummer-Modell H3 potenzielle Käufer von Jeep Grand Cherokee, BMW X5 oder Toyota 4Runner zur General-Motors-Konzernmarke locken und das abgeflaute Interesse am einstigen Wüstenstürmer neu beleben. Doch wie schlägt sich der "Baby-Hummer" auf und neben deutschen Straßen? Der Chrom & Flammen-Fahrbericht bringt Licht ins Dunkel. Der Hummer H3 rollt aus dem General-Motors-Werk in Shreveport, Louisiana (USA); dem Werk, in dem auch der Chevy Colorado gefertigt wird. Und das nicht von ungefähr, teilen sich Colorado und "Baby-Hummer" doch die gleiche Basis - neudeutsch: "Plattform-Sharing"- um die Kosten zu reduzieren. Rein äußerlich haben der Chevy und der kleine Hummer allerdings überhaupt nichts gemeinsam. Während der Colorado als Pick Up verkauft wird, gibt es den H3 nur als geschlossenen SUV. Und das, obwohl das vorangegangene Concept Car namens H3T als Ladeflächen-Truck vorgestellt worden war. Emotional zwar ein heißer Feger, in Sachen Verkaufszahlen aufgrund einer noch spezielleren Zielgruppe aber ein Außenseiter- und deshalb für GM nicht umsetzbar. Mit dem H3 im gewohnten "geschlossenen Kasten-Design" sollen da neue Kunden requiriert werden - nicht nur in den USA, sondern auch im Rest der Welt. Obgleich unser Test-H3 auf dem Papier von den Ausmaßen her (4,74 m Länge, 2,17 m Breite, 1,89 m Höhe) merklich kleiner im Vergleich zu seinen beiden größeren Brüdern ist, erscheint er beim ersten Blickkontakt dennoch nicht unbedingt weniger martialisch. Die Karosserie des auf einem Radstand von 2,84 Metern stehenden H3 ist noch immer wuchtig und kantig gezeichnet; ausgestellte Kotflügel, eine hohe Gürtellinie mit kleinen Fensterflächen, massive Türgriffe und der eindrucksvolle, Rückspiegel-erschlagende Kühlergrill vervollständigen das Bild vom "Tough Guy". Der H3 rollt auf 16"-Alufelgen mit riesigen Goodyear-Pneus, das gigantische Ersatzrad hängt an der seitlich angeschlagenen Heckklappe. Alles wirkt wie aus dem Vollen geschnitzt, kaputtgehen kann hier offensichtlich nichts - das zumindest suggeriert der H3. Beim Aufschwung ins Innere des SUVs stellt sich das von den anderen beiden Hummern gewohnte "King of the Road"-Gefühl ein. In jede Blickrichtung ist das Karosserie-Ende des H3 gut einzuschätzen, die Fensterflächen wirken noch kleiner, die Haube noch wuchtiger. In Sachen Interieur sucht man den erschlagenden Mitteltunnel des Ex-Golfkriegs-H1 vergeblich, der Kleinste im Bunde orientiert sich eher am vornehmlich für den Highway konzipierten Hummer H2.Die Gesamtqualität des H3-Inneren wirkt wesentlich hochwertiger als bei H2 und H1, das Leder mit den grau abgesetzten Kedern überzeugt, und die Sitze bieten nicht nur ausreichenden Seitenhalt, sondern sind auch auf längeren Strecken bequem. Platz für Fahrer und Mitfahrer gibt es in beiden Sitzreihen genug, auch der Gepäckraum ist mit 835 Litern (bei umgeklappter Rücksitzbank immerhin 1.570 Liter) nicht zu verachten. Also hinein mit dem Mountainbike und ab ins Gelände ! Während wir durch das riesige Schiebe/Hubdach die letzten Sonnenstrahlen vor der deutschen Winterdepression genießen, suchen wir Ablageflächen für die alltäglichen Utensilien wie Brille, Mobiltelefon & Co. Hier wurde gespart, eine Tatsache, über die sich aber im Blick auf das Gesamtergebnis gerne hinwegsehen lässt. Eine klangtechnisch überzeugende Sound- und eine Klimaanlage sind dafür selbstverständlich an Bord. Sowohl auf der Straße als auch im Gelände fühlt man sich mit dem H3-Fahrwerk, bestehend aus der gewohnten Starrachse an Blattfedern hinten und der Einzelradaufhängung an der Front, ausgesprochen gut aufgehoben; das Gefühl des "Schwimmens" konnten die Entwickler merklich reduzieren. Fahren lässt sich der SUV dank permanenten Allradantriebs, direkter Lenkung, Hilfen wie ABS, ESP oder ASR, innenbelüfteter Scheibenbremsen rundum und eines Mini-Wendekreises von 11,3 Metern sehr entspannt, wobei der H3 gewaschen und poliert selbst auf dem Boulevard eine gute, wenn auch auffällige Figur abgibt. Abseits der Straße ist der "Baby-Hummer" in seinem eigentlichen Element: Mühelos krabbelt er Steigungen von bis zu 60 Prozent hinauf; die überzeugende Bodenfreiheit wird bei unserem Testwagen lediglich durch die verchromten Trittbretter reduziert, welche leider zuweilen aufsetzten. Die Karosserieüberhänge sind vorne wie hinten auf ein Minimum reduziert, was die Böschungswinkel von 37,5 Grad vorne und 35,5 Grad hinten eindrucksvoll belegen. Während der 3,5 Liter große Reihenfünfzylinder (im Testwagen kombiniert mit einem Vierstufen-Automatikgetriebe) mit seinen 220 PS bei 5.600 U/min auf dem Asphalt bei Beschleunigungsmanövern schnell an seine Grenzen (0-100 km/h in rund zwölf Sekunden, 157 km/h Höchstgeschwindigkeit) gerät, sind die 305 Nm Drehmoment im Gelände äußerst nützlich. Hier helfen auch das auf Knopfdruck zuschaltbare Reduktionsgetriebe und die Differenzialsperre. Während der Genießer im Geländeeinsatz über den Verbrauch seines Offroaders zu schweigen weiß, konsumierte unser Test-Hummer auf der Straße rund 15,7 Liter Benzin - allerdings auch bei nicht immer sparsamer Fahrweise. Ungeachtet dessen ist der H3 ein wirklich gut duchdachter und begeisternder Neuling im Hummer-Portfolio, der dem etwas eingeschlafenen Markenimage einen neuen Verkaufsschub bescheren könnte. Importeuer Büsching Tuning aus Sulingen (D) veranschlagt für das hier gezeigte Fahrzeug in Top-Ausstattung (Tempomat, automatisch abblendender Innenspiegel mit Kompass, Sitzheizung, Chrompaket und vieles mehr) 49.900,- Euro. Dafür gibt´s eine echte Offroad-Delikatesse für Individualisten, die nicht nur wie viele andere automobile Kollegen auf der Straße eine Geländetauglichkeit vorgaukelt, sondern bei Bedarf auch wirklich etwas auf dem Kasten hat. 2006er Hummer H3 Motor: DOHC-R5, 211 ci, 3.457 ccm, 220 PS bei 5.600 U/min, 305 Nm bei 2.800 U/min, Verdichtung 10,0:1, SMPI-Einspritzanlage, Einfach-Edelstahl-Auspuffanlage Kraftübertragung: Vierstufen-Automatikgetriebe (4L60-E), permanenter Allradantrieb, mit Untersetzung (4HI, 4LOW), Achsübersetzung 4.56:1 Vorderachse: Einzelradaufhängung, Drehstabfedern, Gasdruckdämpfer, Stabilisator, Scheibenbremsen, ABS Hinterachse: Starrachse, Blattfedern, Gasdruckdämpfer, Stabilisator, Scheibenbremsen, ABS Felgen: Alufelgen 7,5x16" Reifen: Goodyear, 265/75R16 Länge x Breite x Höhe (in mm): 4.742 x 2.171 x 1.893 Leergewicht (in kg): 2.132 Radstand (in mm): 2.842 Tankvolume (in l): 87 Verbrauch (in l, Autobahn/Stadt): 15,7 Beschleunigung (0-100 km/h in s): 12,1 Höchstgeschwindigkeit (in km/h): 157 Testwagenpreis (in Euro): 49.900,- Sonstiges:drei Ausstattungspakete: "Base", "Adventure" (Off-Road-Suspension-Package mit gesperrtem hinteren Differenzial, zweistufiges Transfer-Case, Bridgestone-Reifen in 285/75 R16) und "Luxury" (Ledersitze vorne und hinten, Lederlenkrad, Stzheizung vorne, 8-fach elektrisch verstellbare Vordersitze, Garagentoröffner-Knopf, Fußmatten, In-Dash-Sechsfach-CD-Wechsler mit Radio und Monsoon-Soundsystem, beleuchtete Schminkspiegel); optionales Equipment: Kopf-Airbags, Schiebedach, DVD-Navigationssystem, Vierstufen-Automatikgetriebe, Chrom-Außenpaket, Anhängerkupplung, Motorheizung, Chromfelgen; Außenfarben: "BLACK", "Birch White", "Boulder Grey metallic", "Shadow Green metallic", "Yellow, Superior Blue metallic", "Victory Red", "Slate Blue metallic" Festgestellte Mängel während des Tests: keine Importeur: Büsching Tuning GmbH, Tel: 04271-9345-0, www.buesching.de"
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